IN DEN TOD GESCHICKT

in den frühen morgenstunden des 16.mai 1940 wurden hunderte hamburger roma und sinti, familienweise von der polizei festgenommen, in den damaligen fruchtschuppen c des hannoverschen bahnhofs interniert, und vier tage später, am 20. mai 1940, zusammen mit anderen sinti und roma, die aus verschiedenen deutschen städten nach hamburg gebracht wurden,  in das konzentrationslager belzec, deportiert.

dieses war der beginn des planmäßigen völkermordes an den europäischen roma und sinti, - dem weg in die deutschen nationalsozialistischen vernichtungslager, dem weg in den tod.

millionen juden, roma, sinti, homosexuelle, behinderte und andere so genannte lebensunwerte fielen dieser wohlgeölten vernichtungsmaschinerie zum opfer, - dem größten raubmord der geschichte.

können wir der opfer der deportationen, - können wir, - belzec, - majdanek, oder gar auschwitz,  gemeinsam, - würdig gedenken?

(aus der eröffnungsrede rudko kawczynski zur ausstellung “in den tod geschickt” im kunsthaus hamburg vom 16.02.2009)

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